Teilnehmergemeinschaft Karmensölden
Teilnehmergemeinschaft
Karmensölden

Geschichte Gemeinde Karmensölden

Da von unserer ehemaligen Gemeinde Karmensölden nur das Vereinsgeschehen und die
kirchliche Zuordnungen noch in etwa dem entspricht wie vor der Auflösung, wollen wir
an dieser Stelle die ehemalige Gemeinde nicht ganz in Vergessenheit geraten lassen.
Zur ehemaligen Gemeinde Karmensölden gehörten:
Karmensölden, Schäflohe, Eglsee, Speckmannshof, Fiederhof und Fuchsstein.


Auszug aus der Chronik 850 Jahre Karmensölden – Schäflohe.

Seit 1808 gibt es, wie urkundlich festgestellt, die Steuergemeinde Karmensölden.
Eine Anzahl von Bürgermeistern standen dieser Gemeinde vor.
Hatte Bürgermeister Hausmann (Karmensölden) mit den Wirren des Dritten
Reiches zu kämpfen und die hervorgerufene Not des 2.Weltkrieges zu meistern.
In seiner nur einjährigen Amtsdauer war Josef Haller (Karmensölden) gefordert,
die durch den Umsturz im Jahre 1945 vorgefundene Verhältnisse wieder in Ordnung
zu bringen. Ab 1946 begann die Zeit des weithin bekannten und geschätzten Leonhard
Koller (Schäflohe) als Bürgermeister der Gemeinde Karmensölden. 23 Jahre wirkte er in
der Gemeinde und das Gesicht der Gemeinde veränderte sich grundlegend.
Um nur einige Beispiele zu nennen, der Wasserleitungsbau Karmensölden,
Schäflohe wurde durchgeführt, die Straßen wurden staubfrei, der Ort Schäflohe
wurde kanalisiert, der Siedlungsbau Schäflohe, Eglsee, Fuchsstein wurde begonnen,
die Einwohnerzahl hatte sich verdoppelt.
Anfang 1970 wurde Josef Koller (Speckmannshof) als Bürgermeister gewählt.
In den folgenden 2 1/2 Jahren wurden der Siedlungsbau weitergeführt, die
Flurbereinigung begonnen, das Stromnetz erneuert. Durch die vom Innenministerium
angeordnete Gebietsreform wurde die gesamte Gemeinde Karmensölden zum 1.Juli 1972
der Stadt Amberg zugeordnet.

Flurbereinigung

Der Gemeinderat mit Bürgermeister Leonhard Koller (Schäflohe) beschloss nach
Informationsveranstaltungen und Diskussionen in der Gemeinde die Flurbereinigung
durchzuführen. Ausgenommen war der Bereich Eglsee, welche bereits im Jahr 1967
eine Flurbereinigung abgeschlossen hatten.
Skepsis, Unsicherheiten und Kosten waren die Ängste der Bauernschaft, da die
angekündigte vorweggenommene Grundabtretung von 6,9% / Hektar einen
schmerzvollen Grundverlust darstellte.
Die aktive Flurbereinigung begann mit der Vorstandswahl am 08.12.1970. Durch die
Direktion wurde Dr. Heinzlmeier (Regensburg) zum Vorstandsvorsitzenden bestimmt.
Abgeschlossen wurde mit Beschluss vom 27.04.1987 durch die Direktion für
Ländliche Entwicklung Regensburg.
Die ersten Aktivitäten waren der Wegebau, welcher 1971 begann. Das Schottermaterial
wurde aus dem Steinbruch „Karmensöldner Berg“ und „Götzendorf“ abgebaut.
Dieser z.T. günstige Eigenbesitz des Schotters ermöglichte einen verstärkten Grundausbau.
Mit der Stadt Amberg kam man überein, die Straßenverbindung Karmensölden –Schäflohe
– Eglsee, Speckmannshof – Lengenlohe sowie B85-Fiederhof-Fuchsstein stärker und breiter
auszubauen. Dieser Wegebau wurde durch die Flurbereinigung vorgenommen. Nach der
Fertigstellung gingen diese in Besitz der Stadt Amberg über. Nach Abschluss der
Wege- und Straßenbaumaßnahmen wurde in Karmensölden am 30.Juni 1972 ein Straßenfest
veranstaltet. Dieses Datum war bewusst gewählt worden. Es war der Vorabend zur
Eingliederung in die Stadt Amberg, oder anders betrachtet, der letzte Tag des Bestehens
der politischen Gemeinde Karmensölden.
Nach dem Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes und einer Begutachtung durch einen
Fachmann, welches Grundstück drainiert werden soll, folgte die Verlegung von ca. 180 km
Drainagerohre. Bei allen Arbeiten konnten sich die Mitglieder mit ihrer Arbeit und
den Einsatz ihrer eigenen Maschinen einbringen und dadurch Kosten sparen.
Nach dem Wegebau ging es weiter, die Felder zusammenzulegen und die
Vermessung durchzuführen.

Eine wichtige Größe für die Bewertung eines jeden Grundstücks war die Ermittlung der
Wertverhältniszahl auf Grund einer Bodenschätzung.
Mit viel Aufwand wurde das Grundstück in Planquadrate eingeteilt und ca. alle 50 – 60 Meter
eine Probe genommen und entsprechend eingestuft. Zum Vergleich waren im Flurgebiet sechs
festgelegte Bohrungen da, die immer wieder angefahren werden mussten.
Jede Bodenprobe, ca.60 cm lang, wurde in drei Sektionen eingeteilt und beurteilt.
Mit dabei war ein amtlicher Schätzer, der durch die Direktion eingesetzt wurde.

Nach einer Anhörung (Wunschentgegennahme) der Grundstücksbesitzer, erfolgte die
Neuzuteilung der Flurstücke. Es liegt in der Natur des Menschen, dass dieser Neuanfang
auf fremden Fluren nicht problemlos verlief.
Mit der Neuzuteilung 1976 war die Aufgabe der Vorstandschaft zunächst beendet.
Die endgültige Auflösung der gewählten Vorstandschaft erfolgte aber erst 1987 nach
Abschluss zweier Gerichtsverfahren.
Nach Beendigung der aktiven Flurbereinigung stand die Frage im Raum, die TG aufzulösen
oder in die Eigenständigkeit zu entlassen. Nachdem die Stadt Amberg keine Interesse zeigte,
die Form der TG so weiter zu führen, entschloss man sich, mit eigener Vorstandschaft diese
Solidargemeinschaft zu erhalten. Die Stadt Amberg schreckte vor den großen
Verwaltungsaufwand zurück, alle Grundstücksbesitzer mit einem Anteilsbeitrag zu belasten.
Die Stadt Amberg wäre nach dem Prinzip der Anlieger vorgegangen, dass heißt bei Reparaturen
wären nur die Angrenzer, nicht aber die dahinterliegenden Grundstücke belastet worden.
Durch die beständige, gut funktionierende Vorstandschaft wurde 1991 auch die
Kassenverwaltung von der Zuständigkeit der Direktion in die Verantwortung der Vorstandschaft
zurückgegeben. Die Kostenersparnisse durch die eigene Kassenverwaltung sind enorm, war der
Beitrag zur Direktion zuletzt bereits bei ca. 2500.- DM nur für die Verwaltung der Kasse.
Die Probleme in den ersten Jahren waren Korrekturarbeiten in der Flur, die sich im nachhinein
herausgestellt haben und nötig waren. Der Fiederbach war vor der Kanalisation von Schäflohe
und Karmensölden wegen des Schmutzanfalls das Sorgenkind.
Eine überarbeitete Satzung wurde im Jahr 2005 beschlossen.

Aufgaben und Probleme

Vorraussetzung für die Zukunft ist eine funktionierende Vorstandschaft.
Sollte dies nicht mehr zutreffen, wäre eine Verlagerung der Liegenschaften und
Vermögen an die Stadt Amberg der nächste Schritt.
Die vielen Gestattungs- und Notarverträge sind eine Verpflichtung für die Vorstandschaft.
Dazu ist eine konsequente Buchführung unerlässlich. Für die Mitglieder sind die im Hintergrund
laufenden Verwaltungsaufgaben nicht sichtbar, aber trotzdem unerlässlich.
Der TG obliegt die Verwaltung der im Teilnehmergebiet ca. 570 zahlungspflichtigen
Liegenschaften. Diese wurde 1997 auf EDV umgestellt.
Durch die Jahre und immer schwerer werdenden Maschinen sind an Wegen und Gräben
ständig Instandsetzungsarbeiten nötig. Ein großes unbekanntes Risiko sind die vielen langen
Rohrleitungen in unseren Fluren. Die Vorstandschaft ist bei Baumaßnahmen, wie z.B. der Ausbau
B85 sowie bei Berührungen mit TG eigenen Grundstücken der Ansprechpartner.

Wahlperiode Auflistung von Vorstandsmitgliedern der TG Karmensölden, Gründung 08.12.1970 Stand: 24.03.2024

Wahlperiode 2024 – 2029
VorstandsvorsitzendeStrobl Georg
StellvertreterSchwarz Norbert
MitgliederEichenseer Josef, Erras Alfons, Schuller Konrad, Wilhelm Albert
StellvertreterEichenseer Josef, Kummer Jonas, Nowak Christof, Walz Matthias
SchriftführerSchuller Matthias
KassierBeck Michael
KassenrevisorHanauer Christian, Schwarz Franz, Wilhelm Melanie
Wahlperiode 2018 – 2023
VorstandsvorsitzendeStrobl Georg
StellvertreterWilhelm Albert
MitgliederEichenseer Josef, Erras Alfons, Schwarz Norbert, Schuller Konrad
StellvertreterBeck Manfred, Neißwirth Richard, Schmid Josef, Nowak Christof
SchriftführerSchuller Matthias
KassierBeck Michael
KassenrevisorHanauer Christian, Schwarz Franz
Wahlperiode 2012 – 2017
VorstandsvorsitzendeStrobl Georg
StellvertreterWilhelm Albert
MitgliederEichenseer Josef, Erras Alfons, Hanauer Michael, Schuller Konrad
StellvertreterBeck Manfred, Neißwirth Richard, Schmid Josef, Walz Andreas
SchriftführerSchuller Matthias
KassierBeck Michael
KassenrevisorHanauer Christian, Schwarz Franz
Wahlperiode 2006 – 2011
VorstandsvorsitzendeStrobl Georg
StellvertreterWilhelm Albert
MitgliederEichenseer Josef, Erras Alfons, Hanauer Michael, Schuller Konrad
StellvertreterBeck Manfred, Neißwirth Richard, Schmid Josef, Walz Andreas
SchriftführerSchuller Matthias
KassierBeck Michael
KassenrevisorHanauer Christian, Schwarz Franz
Wahlperiode 2000 – 2005
VorstandsvorsitzendeKoller Josef
StellvertreterSchmid Josef
MitgliederErras Alfons, Hanauer Michael, Schuller Konrad, Wilhelm Johann
StellvertreterBeck Manfred, Neißwirth Richard, Paulus Andreas, Strobl Georg, Walz Andreas, jun.
SchriftführerEichenseer Josef
KassierHaller Xaver
KassenrevisorSchmid Johann, Rath Manfred
Wahlperiode 1994 – 1999
VorstandsvorsitzendeKoller Josef
StellvertreterSehr Richard, sen.
MitgliederErras Alfons, Schmid Georg, Walz Andreas, sen, Wilhelm Johann
StellvertreterBeck Manfred, Götz Josef, Schuller Konrad, Strobl Georg, Weiß Franz
SchriftführerSchuller Konrad
KassierHaller Xaver
KassenrevisorSchmid Johann, Rath Manfred
Wahlperiode 1988 – 1993
VorstandsvorsitzendeKoller Josef
StellvertreterSchmid Georg
MitgliederSehr Richard, sen., Hausmann Georg, Walz Andreas, sen, Erras Georg
StellvertreterBeck Manfred, Götz Josef, Gräml Johann, Strobl Georg, Wilhelm Johann
KassierRath Manfred
KassenrevisorSchmid Johann, Haller Xaver
Wahlperiode 08.12.1970 – 1987
VorstandsvorsitzendeDr. Heinzlmeier
StellvertreterSchmid Georg
MitgliederBeck Georg, Erras Georg, Haller Josef, Hausmann Georg, Koller Josef, Strobl Hans
StellvertreterGötz Josef, Walz Andreas, Wilhelm Johann